Alte Schule muss immer bestehen
Als mich eben ein Tweet in meiner Timeline erreichte, dachte ich „Ja, komm – welcher Honk hat wieder unwirtschaftlich gearbetet?“ – Die Rede ist von einem kleinen Berliner Blumenladen. Sachar schreibt in seinem Blog über jenen Blumenladen, Konsumwahn und damit verbundene Dinge. Ich hatte heute Morgen zufällig ähnliche Gedanken zu dem Thema. Die folgenden Zeilen haben also nichts mit Internet und co zu tun.
„Tu etwas Gutes und sprich nicht drüber“, mein Motto seit Jahren. In diesem Fall muss man aber darüber sprechen und es publizieren. Es geht um einen kleinen Blumenladen in Berlin. Herr Komorr-Hoang ist Florist und gebeutelt nach einer längeren Krankheit. Der Laden steht vor dem Aus. Es fehlen, nachdem Sachar und seine Freundin bereits 4.000€ „locker“ machen konnten, insgesamt noch 6.000€. Wieso ich euch das erzähle?
Der Typ aus Bremerhaven erzählte mir, ich gehöre schon zu den „bekannteren“ Bloggern. Sehe ich zwar nicht so, aber ich habe diese Woche viel Zuspruch geerntet. Nehme ich also mal an, ich gehöre zu den F-Promis. Dann trage ich, wie im normalen Leben als „Geschäftsmann“, eine soziale Verantwortung. Ich kenne Sachar nicht, Herrn Komorr-Hoang nicht und bei uns im Ort steht ein Kantstein „Berlin 300km“. Und wen ich Sachar’s Artikel lese weiß ich, ich bin dabei. Mag sein, dass ich nun einige Leser verliere, scheiß drauf – komm halt nicht wieder. Fertig.
Es geht darum jemandem zu helfen, dem sein eigenes Schicksal aus den Händen entglitten ist. Wenn der gute Mann nur halb so gute Arbeit leistet, wie Sachar es in seinem Posting beschreibt, möge man ihm einen Versandhandel einrichten. Ich bestelle da sicher! Solche Menschen, die mit viel Hingabe arbeiten, benötigen hin und wieder einen Schupser von außen.
Ich sehe es auch so, dass es wichtig ist die lokalen Händler „zu unterstützen“. Wir leben hier auf dem Land in einem kleinen Örtchen. Aber auch hier sterben die kleinen Läden aus und es bleibt eine leere Fußgängerzone. Darauf habe ich aber keine Lust.
Nachdem nun einige Weihnachtsgeld vielleicht bekommen haben, kann man ruhig den ein oder anderen Taler abgeben. Ich appelliere hier auch an die Mitlesenden Unternehmen. Da dürfte sicherlich der ein oder andere dabei sein, der mehr als 10€ spenden könnte. Dann fällt eben der WKZ im nächsten Quartal etwas geringer aus, was sind schon „500 Euro“, wenn man über fünfstelliges diskutiert? Keine Sorge, ich nenne euch absichtlich nicht namentlich ;)
Die Berliner dürfen auch in der Windscheidstr. 22 vorbeischauen und was kaufen.
Kleine Geschenke erhalten eben die Freundschaft.
Ich wünsche alles Gute und möge der heilige nicht gleichzeitig der letzte Abend sein.
PS: Ich mache das hier nicht wegen Weihnachten. Als Atheist habe ich für “euer” Christenfest nichts über. . .
Eckdaten:
Windscheitstrasse 22, Berlin
Facebook-Seite
Sachar-s Post
Nachtrag: Es geht hier nicht darum die Moralkeule zu schwingen. Ich möchte helfen, mit den Mitteln, die ich für angemessen halte. Ich hege keinerlei Erwartungshaltung gegenüber anderen. Das wäre ja auch quatsch :-)
Tags: berlin, blumenladen, hilfe, spenden
Der Beitrag wurde am Sonntag, den 6. Dezember 2009 um 14:18 Uhr veröffentlicht.


Was soll ich gesagt haben? *hust* Hahaha ;)
Nein, die Sache ist: DU gehörst für mich zu den Glaubwürdigen. Ohne PR-Blabla. Mensch wie du und ich mit allen Kanten und Ecken. So muss sein ;)
Pft. Weisste, ich kann so nicht arbeiten ;)
Ich werde dass mal prüfen bei Gelegenheit, aber ich werde nur hören “hab ich nicht hingehört” P